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Wesentliches Ziel aller Bemühungen [...von Borghild Eckermann] ist die Neu- bzw. Umdefinition des jeweiligen Raumes durch Farbe. [...] Dabei ist die
Verwendung von Tüchern ein ganz eigenständiger Beitrag. Es ist eine Fortentwicklung der Farbfeldmalerei, wie wir sie aus den 50er und 60er Jahren unseres Jahrhunderts kennen.
[...] Borghild Eckermann hat monochrome, aber dennoch malerisch gestaltete Flächen gesetzt. Auch dort, wo sie “kalte” Farben verwendet, scheinen diese zu leben, zu vibirieren. Dieses vegetabilische Element wird durch den gewählten Maluntergrund - nicht auf den Rahmen gespanntes Tuch - noch betont. Die Flächen können nie völlig glatt sein. Entsprechend ergibt sich eine Spannung zwischen der einfachen Form und den bei genauer Betrachtung durchaus komplizierten Oberflächen.
Die schweren, klar konturierten Tücher wirken wie eingestellte Elemente, die - ähnlich Raumteilern - Räume neu bezeichnen, und haben dennoch den Charakter von Gemälden. [...] Mit diesen -Elementen und einem von
ihr mit sehr feinem Gespür entwickelten Farbspektrum erfindet Borghild Eckermann Räume neu. Gert Fischer: “Neue Räume”, in “Borghild Eckermann. Hängung”, (Ausstellungskatalog Stadtmuseum Siegburg, Siegburg 1998). |